Inside Austria

Inside Austria

Der Podcast über die großen und kleinen Skandale Österreichs

Transkript

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00:00:06: Im Juli, durchsuchen FBI-Agenten das Penthouse von Jeffrey Epstein in New York.

00:00:14: Sie finden dort unter anderem Bargeld, Diamanten, Festplatten und Computer mit Fotos.

00:00:20: Und dann machen die Beamten noch eine erstaunliche Entdeckung!

00:00:23: Sie finden einen grünen Pass

00:00:26: – ein alter österreichischer Reisepass.

00:00:30: Dieser Pass kommt in den Akten vor, die das US Justizministerium im vergangenen November veröffentlicht hat.

00:00:36: Man findet in den Dokumenten Bilder davon.

00:00:39: Ein österreichischer Reisepass mit dem Foto von Jeffrey Epstein, Größe, ein Meter dreiundachtzig, Farbe der Augen braun – so steht es da!

00:00:49: Der Reisapass wurde im Jahr nineteenhundertzwanzig von der österreichischen Bundespolizei in

00:00:53: Wien ausgestellt

00:00:55: und zwar auf den Namen Marius Robert Fortellny.

00:01:00: Als Wohnsitz ist die Hafenstadt Damamn in Saudi-Arabien.

00:01:03: angegeben Ablaufdatum

00:01:07: tatsächlich gibt es einen Österreicher namens Marius Robert Fortelny, der in Florida lebt.

00:01:13: Der Reisepass dürfte mit Epstiens Foto verfälscht worden sein – aber wozu?

00:01:19: Bis heute wirft der österreichische Reisepas des mittlerweile verstorbenen Sexualstraftäders viele Fragen auf und er ist nicht die einzige Spur in den mehr als drei Millionen Seiten der sogenannten Epstein-Files, die nach Österreich

00:01:33: führt.

00:01:33: Da gibt es Verbindungen zu einem Think Tank mit Sitz in Wien, Korrespondenzen mit der heute Herausgeberin Eva Dichand und eine heimliche Reise nach Wien.

00:01:43: Nur Monate vor Appstiens

00:01:45: tot!

00:01:45: Ich bin Lucia Heistergamp

00:01:47: vom Spiegel Und ich bin Antonia Raut vom

00:01:49: Standards.

00:01:50: In dieser Folge von Inside Austria schlüsseln wir auf welche Verbindung von Jeffrey Appstein nach Österreich führen.

00:01:56: Wir fragen warum sich der Sexualstrafftäter für das kleine Land in den Alpen interessiert haben könnte Und warum auch ausgerechnet der Name von Ex-Kanzler Sebastian Kurz

00:02:08: in den Akten vorkommt.

00:02:21: Die New York Times hat ausgerechnet, wenn wir jetzt alle vom Justizministerium veröffentlichten Dokumente ausdrucken würde er in den vier Seiten dann wäre der Stapel so hoch wie das Empire State Building also dass wir noch Monate und Jahre dauern bis es wirklich ernsthaft durchforstet werden konnte.

00:02:42: Unser Kollege Fabian Schmidt vom Standard ist gerade jeden Tag dabei, diese Unmengen an Material zu durchforsten.

00:02:48: Ende Januar hat das US-Justizministerium ja erneut Files veröffentlicht nachdem im November schon eine kleinere Menge erschienen war.

00:02:56: Eine der ersten Sachen die Fabian daraufhin gemacht hat – er hat mal gesucht wie oft die Begriffe Vienna und Austria in den Files auftauchen.

00:03:04: Das Ergebnis?

00:03:10: In der letzten Datenveröffentlichung waren deutlich mehr, falls mit Österreich und Wien Bezug da als in den vorigen.

00:03:18: Und es gibt ja eben diverse Stränge – man muss aber auch sagen, manche E-Mails sind doppelt treifach bis hin zu dutzendfach vorhanden, aber ich würde sagen ein paar hundert Dokumente mit klarem Österreichbezug sind schon vorhandene.

00:03:31: Um diese Bezüge richtig zu verstehen, muss man ein paar Dinge über Jeffrey Epstein wissen Wenn ihr eh schon tief in dem Fall drin steckt und alles rund um Epstein wisst, dann skipt einfach die nächsten fünf Minuten.

00:03:43: Was für uns wichtig ist, Epstein war ein US-amerikanischer pedokrimineller Sexualstraftäter – ein Finanzberater und ein Netzwerker.

00:03:53: Jemand der Verbindung zu Einflussreichen Menschen auf der ganzen Welt pflegte, wobei das für ihn nicht selbstverständlich war.

00:04:00: Also Epstein stammt aus New York, aus Arbeiter... Verhältnissen aus der Arbeiterklasse gewissermaßen war also da nicht in diese Elite hineingeboren, in der er später so viele Kontakte geknüpft hat.

00:04:13: Schon als Jugendlicher hat Jeffrey Epstein ein Talent für Mathematik.

00:04:17: Sodass er schon sehr früh aufs College gegangen ist dort Mathematika studiert hat sich sehr spezialisiert hat auch in die Analyse von biologischen Systemen über Mathematica.

00:04:30: Dieses Interesse an Mathematik führt Epstein dann viele Jahre später auch nach Wien, aber dazu kommen wir gleich.

00:04:36: Am College macht er damals keinen Abschluss sondern wird von einem Schuldirektor abgeworben um an einer High School zu leeren – eine elite Privatschule.

00:04:45: Dort heißt es später, Epstein habe als Lehrer Schülerinnen bessere Noten angeboten wenn sie mit ihm Sex haben.

00:04:51: An dieser Elite Schule knüpft Epstein Kontakte zu Eltern die Banker an der Wall Street sind.

00:04:57: Er wird erneut abgeworben von einer Investmentfirma.

00:05:01: Dort steigt er zügig als Banker auf, gründet seine eigene Vermögensverwaltung und wird schnell sehr reich.

00:05:07: Wie genau er zu seinem gigantischen Vermögen von über sixhundertfünfzig Millionen Dollar gekommen ist – das ist aber bis heute nicht vollständig geklärt!

00:05:15: Erste Geschichten rund um sexuellen Missbrauch von Minderjährigen kommen wie gesagt schon rund um Appstiens kurze Karriere als Lehrer auf.

00:05:23: In den Neunzehnhundert neunziger Jahren schlägt dann eine Mitarbeiterin von Epstein beim FBI-Alarm.

00:05:28: Der Investmentbänker würde Mädchen missbrauchen, aber es passiert lange nichts.

00:05:35: Und eigentlich ist das erst ab dem Jahr zum ersten Mal zu großflächigen Ermittlungen gekommen.

00:05:42: Da ging es um seine Aktivitäten in Florida.

00:05:46: Die Vorwürfe rund um Epsteins früheres Anwesen sind bekannt.

00:05:51: Er soll dort, mithilfe seiner damaligen Lebenspartnerin Gelayne Maxwell, hunderte Mädchen sexuell missbraucht und zur Prostitution angestiftet haben.

00:06:00: Oft wurden die Kinder zu angeblichen Massagen angestichtet, die dann in sexuellen Missbrauch- und Vergewaltigungen

00:06:07: übergingen.

00:06:08: Obwohl die Beweislast eigentlicher drückend ist, schließt der Bundesstaat Florida im Jahr eight eine außergerichtliche Einigung mit Epstein ab.

00:06:16: Er bekennt sich teilweise schuldig und bekommt eine dreizehnmonatige Haftstrafe Ein extrem mildes Urteil für einen pedokriminellen Straftäter.

00:06:24: Und

00:06:25: auch diese Haft war sehr lasch, also er durfte an sechs Tagen pro Woche offenbar das Gefängnis verlassen und er hat im Gefängnissen einen Raum mit Fernseher, eine Launch quasi gehabt.

00:06:37: Also wirklich eine Sonderbehandlung.

00:06:39: Erster Güte – sehr privilegiert!

00:06:41: Seitdem, also seit dem Jahr ist Epstein verurteilter Sexualstraftäter.

00:06:46: Das ist doch allgemein bekannt und als Sexualstraftäter muss er die US-Behörden über Reisen ins Ausland informieren.

00:06:54: Beides wird für uns noch wichtig.

00:06:56: Nach seiner kurzen Haftstrafe oder sogar schon währenddessen führt Epstein den Missbrauch von Mädchen fort, er verlagert die Übergriffe aber eher auf seine Privatinsel in den US Virgin Islands.

00:07:08: Man kann auch vielleicht sagen das es dann vermehrt ausländische Mädchen waren, die aus Osteuropa aus Russland eingeflogen wurden,

00:07:18: wieder vergehen Jahre ohne dass etwas passiert.

00:07:21: Trotz seiner Verurteilung verkehrt Epstein weiter in den elitären Kreisen, in der er sich hochgearbeitet hat.

00:07:28: Er trifft Politiker, Diplomaten, Künstler Wissenschaftler und Tech-Milliardäre auf der ganzen Welt.

00:07:34: blieb sie auch auf seine Insel ein.

00:07:36: Im Jahr aus dem Jahr ist der Fall Epstein dann wieder ins Rollen.

00:07:40: Staatsanwälte in New York und des FBI beginnen gegen Epstein zu ermitteln.

00:07:45: Am sechsten Juli, wird Epstein am Flughafen in New Jersey festgenommen.

00:07:50: Der Vorwurf?

00:07:51: Epstein soll einen Sex-Sgladenring in New York, Florida und auf seiner Karibikinsel

00:07:56: betrieben haben.

00:07:57: Mittlerweile ist von über

00:07:59: tausend Mädchen die Rede, der über mehr als zwei Jahrzehnte hinweg missbraucht hat.

00:08:04: Und er soll die Minderjährigen auch anderen Männern zugeführt haben.

00:08:08: Deshalb spricht man auch von einem Menschenhandelsring.

00:08:11: Knapp einen Monat nach seiner Festnahme Am zehnten Augusts-Werzehn stirbt Epstein in seiner Zelle, offiziell durch Suizid.

00:08:19: Es gibt aber viele Zweifel rund um seinen Tod.

00:08:22: Warum haben die Werter den Suizitversuch nicht mitbekommen?

00:08:25: Hat Epstein jemand dabei geholfen sich das Leben zu nehmen oder wurde er sogar umgebracht?

00:08:31: Denn was den Fall Epstein besonders brisant macht sind seine vielen Kontakte zu einflussreichen Persönlichkeiten vor allem Männern – Donald Trump, Bill Clinton… der mittlerweile ehemalige Prinz Andrew, Elon Musk oder die Ellen.

00:08:46: Die Liste ließe sich sehr weit fortsetzen

00:08:48: und es gibt natürlich viele Menschen, die glauben das Epstins Tod entweder ermöglicht wurde oder dass er sogar getötet wurde damit eine gewisse Masse keine dunklen Geheimnisse über seine vielen Vertrauten erzählt.

00:09:04: Wir müssen dazu sagen längst nicht alle die Kontakt zu Epstein hatten stehen auch im Verdacht am Kindesmissbrauch beteiligt gewesen zu sein.

00:09:11: Die Frage ist aber auch, wer von Epstins Verbrechen wusste.

00:09:15: Und das bringt uns wieder zu den Pfeils!

00:09:17: Nach dem Tod von Epstein fordert vor allem die Mager-Bewegung von Donald Trump vehement dass die Akten im Fall offengelegt werden.

00:09:25: In seinem Wahlkampf in Jahrzehntausend vierundzwanzig verspricht Trump auch immer wieder, dass er die Akte offenlegen werde wenn er Präsident wird.

00:09:32: Doch als er die Wahl tatsächlich gewinnt passiert lange nichts.

00:09:36: Die US-Justizministerin Pam Bondi hat dann an ein paar Influencer so Mappen verteilt.

00:09:42: Zu Beginn von Trumps Armszeit, wo eigentlich keine relevanten neuen Infos drinnen waren und der Umut ist immer größer geworden als es gab ja dann auch Republikanern und sogar Größeren im Maggeruniversum die da sogar gebrochen haben mit Trump und gesagt haben jetzt veröffentlicht endlich die Akten.

00:09:59: Erst auf gesetzlichen Druck hin bringt die Regierung dann im November, ein ersten Schwall von Akten an die Öffentlichkeit.

00:10:07: Ende Januar, vor wenigen Wochen folgenden zusätzliche drei Millionen Seiten an Dokumenten über zwei Tausend Videos und hundert-achtzigtausend Bilder – wie unser Kollege Fabian Schmidt schon gesagt hat — ein Stapel so hoch als das Empire State Building.

00:10:23: Und weil die schiere Masse an Daten natürlich nicht mal eben an einem Tag ausgewertet werden kann, kommen in den vergangenen Wochen fast täglich neue Details ans Licht.

00:10:32: Wir können an dieser Stelle jetzt nicht auf die einzelnen Enthüllungen eingehen – da verweisen wir euch auf unsere Berichterstattung bei spiegel.de und destanat.at.

00:10:41: Aber was insgesamt daraus entsteht ist ein Bild davon

00:10:44: wie gut

00:10:44: Epstein mit einflussreichen Personen auf der ganzen Welt vernetzt war.

00:10:49: Was wir eben nicht genau wissen Wer von diesen Menschen einfach nur Kontakt zu Epstein hatte, wer vom Kindesmissbrauch wusste und wer selbst Täter war.

00:10:58: Und damit kommen wir nach Österreich.

00:11:12: Hier hört ihr einen Mann namens Terrier Rott Larsen.

00:11:15: Er spricht in einem Interview mit dem Fernsehsender CNN über Frieden in Israel und Palestina.

00:11:20: Rod Larsen ist ein norwegischer Ex-Diplomat und ehemaliger Politiker.

00:11:24: Er beschäftigt sich seit den neunzehnhundertneinziger Jahren intensiv mit dem Nahen Osten, und er hat gemeinsam mit seiner Frau Mona Juhl eine wichtige Rolle in den Oslo-Verhandlungen gespielt.

00:11:35: Im Jahr zwei Tausendvier wurde Rod Larsens Präsident des New Yorker International Peace Institute.

00:11:40: Dieses Institut – kurz EP – ist ein Think Tank rund um die Themen Friedenssicherung und Multilateralismus.

00:11:47: Seit den zehner Jahren hatte es auch einen Sitz in Wien, quasi die Europazentrale.

00:11:53: Das IP hat durchaus gewichtige Konferenzen, Meetings, Veranstaltungen und so weiter abgehalten, hat auch durch das Schwergewichte in seinen Beiräten gehabt, war hoch angesehen.

00:12:09: also es hieß dass mein Wien eigentlich auch sehr froh war, dass man so einen Finkdengiz hier hat.

00:12:14: Unser Kollege Fabian Schmidt sagt, das Institut bezog auch Förderungen vom österreichischen Außenministerium.

00:12:21: Doch dann im Jahr- an das Institut.

00:13:00: Also in den neuen Akten sind einfach massenhaft hunderte neuer E-Mails, die zeigen wie eng Epstein und Gott lassen über diese ganze Zeit hinweg waren also auch dass sie Eigentlich durchgängig in einem Budget miteinander waren.

00:13:17: Das war vorher so nicht

00:13:18: bekannt.".

00:13:19: So wurden Rod Larsen und seine Frau, ebenfalls eine ehemalige Top-Diplomatin auf Appstienst-Privatinsel eingeladen.

00:13:27: Die Kinder der beiden werden sogar ein Appstiendstestament als Elben aufgeführt – und sollten jeweils fünf Millionen Dollar

00:13:33: erhalten.

00:13:34: Anders herum kümmerte sich auch das EPI um Appstien.

00:13:37: In den letzten Jahren wurde er zum Wiener Opernball

00:13:39: eingeladene.

00:13:41: Und der Think Tank wollte Epstein offenbar dabei helfen, in Wien ein Palet zu kaufen.

00:13:46: Mitarbeiter dort organisieren quasi Immobilienbesichtigungen für Epstein und das ist wirklich so die Creme de la Crème an Immobilie, in denen man glaube ich in der Wiener Innenstadt kaufen kann, mehrere Stockwerke, richtige Palets.

00:14:00: Mehrere werden da Epstein weitergeleitet und er sucht sich dann einen am Hof aus den er besichtigen will.

00:14:09: Es ging übrigens nicht um das berühmte Palais Epstein in Wien.

00:14:13: Das gehörte einer österreichischen Familie, die zwar auch Epstein hieß – ja gleich geschrieben – aber nichts mit Jeffrey Epstein zu tun hatte.

00:14:21: Nur so nebenbei!

00:14:22: Und aus dem Kauf wurde am Ende auch nichts.

00:14:24: Die Frage ist trotzdem was wollte Jeffrey Epsteen mit einer Immobilie in Wyn?

00:14:29: Mir hat jemand gesagt dass der MIP umfällt, dass Epstein dass offenbar nicht privat wollte, sondern das er selber eine NGO in Wien aufbauen wollte.

00:14:39: Aber da sind wir bei den Recherchen noch ganz am

00:14:41: Beginn.".

00:14:42: Andere Hinweise zeigen, dass Epstein versucht haben soll, osteuropäische Frauen als Praktikantinend beim IP in New York unterzubringen.

00:14:50: Von den Frauen sollen u.a.

00:14:52: vor dem UNO-Gebäude Fotos gemacht worden sein – die dann an Epstein gingen.

00:14:57: Später landeten die Frauen offenbar auf Epsteins Privatinsel in der Karibik Mutmaßlich als Missbrauchsopfer.

00:15:03: Erst durch Rod Larsen erhielten sie möglicherweise Visa für die USA.

00:15:07: In Norwegen laufen gegen Rod Larson inzwischen Ermittlungen wegen des Verdachts auf schwere Korruption.

00:15:14: Der Ex-Diplomat dürfte seinem guten Bekannten Epstein aber auch einen Gefallen getan haben, der uns wieder zurück nach Österreich führt.

00:15:28: Dieser Terrier Rod Larsson war in seinen Wiener Jahren natürlich auch gut bekannt mit österreichischen Politikerinnen und Politikern.

00:15:38: Das ist unser Kollege Oliver das Gupta, Autor beim Standard- und beim Spiegel.

00:15:42: Er hat sich genau wie Fabian Schmidt und weitere Kolleginnen und Kollegen in den letzten Wochen durch die Aktenberge der Epsteinfiles geackert.

00:15:50: Er sagt, Rod Larsen war in Wien lange ein angesehener Mann, der mit vielen mächtigen Menschen in Kontakt stand.

00:15:56: Unter anderem mit dem früheren Außenminister und Bundeskanzler Sebastian Kurz.

00:16:03: Kurz und Rod Larsen dürften über das IP-Bekannschaft gemacht haben.

00:16:07: Dort finden in den Zwei-Tausendzehnerjahren in Wien viele Veranstaltungen zu Geopolitik statt.

00:16:13: Rod LarsEN gilt ja als sehr gut vernetzt und informiert, speziell rund um den Nahen Osten – gut nachvollziehbar dass der aufstrebende Jungpolitiker und später auch Außenminister Sebastian Kurz in diesen Kreisen verkehrt!

00:16:26: So kommen die beiden in Kontakt

00:16:28: Und diese Bekanntschaft zwischen Terry Rod Larsen und Sebastian Kurz wird irgendwann auch für Jeffrey Epstein in den USA relevant.

00:16:36: Nämlich als ein anderer Bekannter von ihm beginnt, sich für europäische Politik zu interessieren – und zwar dieser Mann!

00:16:51: Einige haben ihn wahrscheinlich schon erkannt.

00:16:53: Der Mann der dabei einer republikanischen Parteiveranstaltung wettert ist Steve Bannon.

00:16:59: Der US-amerikanische Politikberater gilt als Vorreiter der neuen Rechten in den USA, er hat unter anderem die ultrarechte Nachrichtenplattform Breitbart groß gemacht.

00:17:09: In Donald Trumps erste Amtszeit als US-Präsident zählt Steve Bannan zu dessen wichtigsten Vertrauten – er wird Trumps Chefstrategie und soll den Ausstieg der USA aus dem Pariser Klimaabkommen maßgeblich vorangetrieben haben.

00:17:23: Doch wie mit so vielen seiner Vertraute bricht Trump auch mit Bannon.

00:17:27: Im Jahr zehnt er sich unter anderem einem neuen Projekt.

00:17:34: Er will eine große rechte Bewegung in Europa auf die Beine stellen und sucht dafür Verbündete vor Ort, Menschen, die rechtspopulistische Ideen irgendwie neu frisch wirken lassen – Menschen wie ihn!

00:18:03: Der Mann, der da beim ÖVP-Wahlkampfauftrag zeichnet, gefeiert wird wie ein Popstar – das ist natürlich Sebastian Kurz.

00:18:10: Er legt damals in Österreich gerade einen kometenhaften Aufstieg hin.

00:18:15: Das wird auch auf der anderen Seite des Atlantik zur Kenntnis genommen.

00:18:19: Terrier,

00:18:22: damit es eben der Ex-Diplomat Terrier Rottlasen gemeint.

00:18:25: Dessen Freund Kurz habe Österreich gewonnen, schreibt Jeffrey Epstein im Oktober in einer Nachricht an einen Bekannten.

00:18:34: Er bezieht sich damit auf die Nationalratswahl – bei der Kurz- und die ÖVP ein Wahlsieg

00:18:38: einfahren.".

00:18:39: An dieser Stelle müssen wir festhalten, Epstein nennt kurz hier Terje Freund.

00:18:44: Sebastian Kurz und der Norweger Terje Rottlasen wirklich befreundet waren?

00:18:48: Das wissen wir nicht!

00:18:49: Aber….

00:18:50: Die beiden dürften sich doch ziemlich gut gekannt

00:18:52: haben ….

00:18:53: Jedenfalls preist Rod Larsen selbst seine Beziehung zu kurz bei seinem bekannten Jeffrey Epstein an und bringt sich als Verbindungsmann ins Spiel.

00:19:01: Man kann nachlesen, wie Terrier-Rod Larsen als Networker sich engagiert und Epstein den Kontakt so kurz anbietet und auch seine Rolle schildert, dass er dann hier Bundeskanzler geworden ist.

00:19:18: Epstein ist offenbar interessiert an dem Kontakt Vor allem weil er weiß, dass ein bekannter Steve Bannon den österreichischen Shootingstar der Konservativen gern kennenlernen würde.

00:19:28: Also versucht Rod Larsen Sebastian Kurz und Steve Bannen zusammenzubringen.

00:19:32: Er versorgt Epstein daraufhin immer wieder mit Infos wann der österreichische Kanzler wo ist und wie sich da vielleicht einen Treffen mit Bannon umsetzen lassen würde.

00:19:42: Wir wissen das Jeffrey Epstein auf jeden Fall dieses Treffen gut geheißen hat und gesagt hat, wenn es in Paris stattfindet dann könnte er ja auch gerne dazukommen.

00:19:55: Und er schreibt auch an Rod Larsen – er könne ja kurz zum Essen

00:20:00: einladen.".

00:20:01: Über einige Zeit versucht Epstein offenbar das Treffen auf die Beine zu stellen.

00:20:06: In einer Nachricht schreibt Rod Larson an Epstein dass er die Kontaktdaten von Steve Bannon an Sebastian Kurz weitergegeben habe.

00:20:13: Doch soweit wir das wissen kommt das Zusammentreffen nie zustande!

00:20:17: Sebastian Kurz bestreitet energisch, dass es zu einem Treffen mit Bannon und schon gar nicht mit Jeffrey Epstein gekommen ist.

00:20:25: Es geht auch aus den Akten nicht davor, das es direkte Kommunikation gab zwischen Sebastian Kurz und Jeffrey Epsteen.

00:20:34: Allerdings taucht an einer Stelle in den Akte eine interessante Nachricht von Rod Larsen auf.

00:20:39: Und zwar eine Nachricht die er an einen Sebastian geschickt hat – offensichtlich Sebastian Kurz!

00:20:46: Und die legt er Jeffrey Epstein offensichtlich vor zur Kenntnisnahme.

00:20:50: und da geht es eben um dieses Treffen mit Stephen Bannon.

00:20:55: Jetzt wäre es natürlich schon interessant, ob sich Sebastian Kurz darin erinnern kann das Terrierort Larsen so aktiv war als Netzwerker.

00:21:05: aber Sebastian Kurz hat sich zumindest zu den neuen Akten, den offiziellen US-Akten zum Fall Epstein noch nicht geäußert.

00:21:14: Das wäre schon aber ganz interessant, bräuchte nur in sein Handy zu gucken.

00:21:18: Was wir hier betonen müssen – der Kontaktversuch in Richtung Sebastian Kurz in den Epstein verwickelt gewesen sein soll?

00:21:25: Der betraf lediglich politisches Networking.

00:21:28: Und auch da sei gesagt also all dies ist nicht im Kontext sexual Verbrechen zu sehen sondern in diesem geopolitischen Spiel das Epstein Betrieben hat mit seinen Kontakten.

00:21:39: Unser Kollege Fabian Schmidt glaubt Epstein wollte wohl vor allem seinen bekannten Steve Bannon mit seinem Netzwerk beeindrucken.

00:21:46: Bannon galt ja doch als wichtiger Teil des Wahlsigs von Donald Trump und als sehr mächtige, einflussreiche Person.

00:21:55: Umgekehrt sollte Steve Bannen dem Sexualstraftäter Epstein dabei helfen sein Image aufzupulieren.

00:22:02: So soll Ben an einer Dokumentation über Epstein gearbeitet haben.

00:22:29: Aber zurück zu Epstiens Österreich Connections.

00:22:32: Während Sebastian Kurz zwar in den Akten vorkommt, allerdings offenbar kein direkten Kontakt zu Epstein hatte – sieht das bei einer einflussreichen Österreicherin anders aus!

00:22:43: Das kostet

00:22:44: wahnsinnig viel Geld.

00:22:45: Ich habe jahre gehabt, da habe ich hunderttausend Euro der Caritas für notleidende Menschen in Wien gespendet

00:22:51: jedes Jahr

00:22:52: und die gebe ich jetzt für Anwälte

00:22:53: aus.".

00:22:54: Das ist Eva Dichand hier zu Gast bei Salon Salomon ein Interviewformat der österreichischen Tageszeitung Kurier.

00:23:01: Eva Dicherndt ist Herausgeberin der Gratis-Zeitung heute.

00:23:05: Ihr kennt den Namen vermutlich aus der Causa Inseraten-Affäre.

00:23:08: Auf dieses Verfahren bezieht sie sich auch in dem Interview, wir verlinken unsere Folge dazu in den Shownotes.

00:23:14: aber heute geht's mal nicht um diese Causa sondern darum das Dichernsname in den Appstein Files immer wieder auftaucht und dass die beiden sich offenbar kannten.

00:23:24: Also Fakt ist... Die Beiden hatten Kontakt offensichtlich im Jahr.

00:23:32: Es sieht so aus, als ob sie sich in Frankreich im Rahmen einer Pariser Kunstmesse kennengelernt hatten.

00:23:40: Eva Dichand und Jeffrey Epstein haben nämlich einen gemeinsamen Bekannten Boris Nikolich ein gebürtiger Kroate- und Investor im Biotechbereich.

00:23:51: Schon im Mai zwölf will Nikolic ein Treffen zwischen Epstein und der heute herausgeberen Dichant einfädeln.

00:23:58: She and her family own eighty percent or so of Austrian media, heute ITC.

00:24:04: Achtzig Prozent der österreichischen Medien würde Dichans Familie besitzen, schreibt Nikolitsch an Epstein.

00:24:11: Das mit den achtzig Prozent ist ein bisschen übertrieben aber Nikoletsch will Epstein da auch nur überzeugen zu einem Brunch bei Eva Dichern zu gehen was aber allm anscheinend nicht geklappt hat.

00:24:22: Später im Jahr, im Oktober zwölf findet in Paris dann die besagte Kunstmesse statt.

00:24:27: Und da dürfte es zu einem Treffen gekommen sein – zumindest wenn man dieser Mail von Nicole Litch glaubt!

00:24:38: Es

00:24:56: liest sich, als würde sich Nicolid für einen kurzen Besuch bei Eva Dichand bedanken.

00:25:01: Und vorschlagen dass sie und Epstein doch in Kontakt bleiben sollen!

00:25:05: Was sie auch tun?

00:25:07: Knapp eine Woche später schreibt Jeffrey Epstein an Eva Dichernd

00:25:12: Er

00:25:13: habe Feier... also Ich hoffe man spricht das so aus.

00:25:17: Auf Französisch kann ich es auf jeden Fall nicht sagen, aber gemeint ist die Kunstmesse in Paris – die habe er nicht besonders interessant gefunden!

00:25:24: Und Dichand?

00:25:25: Medium but for me almost too big

00:25:27: and a lot of junk.

00:25:29: Me stressed an office But we'll go to Mustique on Thursday.

00:25:33: Eva Dichrand fand die Messe also so mittel Sie sei gestresst im Büro Aber zumindest geht's bald nach Mustique In die Karibik.

00:25:41: Jeffrey Epstein antwortet prompt.

00:25:50: Jeffrey Epstein hat die heute Herausgeberin Eva Dichand also offenbar auf seine Privatinsel in die Karibik eingeladen.

00:25:57: Jene Insel, die auch Tatort in vielen Missbrauchsfällen und eines der Zentren seines mutmaßlichen Menschenhandels rings gewesen sein soll.

00:26:06: Aber das ist auch der Punkt an dem der schriftliche Kontakt wieder abzureißen scheint.

00:26:10: So jedenfalls liest es sich in den Akten, die uns vorlegen.

00:26:13: Dichand spricht noch eine Gegeneinladung nach Mustik aus, danach endet die Konversation aber im Wesentlichen.

00:26:19: Für unseren Kollegen Oliver das Gupta bleiben viele Fragen offen.

00:26:23: Bleib es dabei dass sie die Einladungen ausgesprochen haben oder haben Sie sich auch tatsächlich dort in der Karibik getroffen?

00:26:30: Und worum ging's eigentlich?

00:26:32: in den Gesprächen mit Appsdehen?

00:26:33: und genau mit diesen Fragen hat er dir heute herausgeber ihn auch konfrontiert.

00:26:38: Eva Dichant hat relativ zügig geantwortet, auch erstmal ohne einen zwischengeschalteten Anwalt.

00:26:45: Ich kann die E-Mail einfach mal vorlesen.

00:26:47: Sie schreibt, ich bin in Übersee und nur schwer erreichbar.

00:26:51: Ich ... kann mich beim besten Willen nicht erinnern auf was sie sich beziehen?

00:26:55: Ich war niemals auf Epstein Island und habe auch niemals für ihn irgendwo eine Einladung

00:27:02: gemacht.".

00:27:03: Dijand bittet auch um die konkreten Mails, auf die sich die Fragen beziehen.

00:27:07: Unser Kollege schickt sie ihr!

00:27:09: Die Antwort darauf kommt dann von ihrem Anwalt.

00:27:12: Meine Mandantin kann sich an diese Korrespondenz beim besten Wellen nicht erinnern, ihre Erklärung dafür ist dass sie offenbar Herrn Epstein vor etwa fünfzehn Jahren anlässlich einer Kunstmesse oberflächlich kennengelernt und daraus die ihnen vorliegende ohnehin nur flüchtige E-Mail-Korrespondenz resultierte.

00:27:33: mehr hat sich daraus nicht ergeben.

00:27:36: Insbesondere war meine Mandant niemals auf Besuch bei Herrn Epstein oder umgekehrt.

00:27:41: Dann schreibt er auch noch die Vorwürfe gegen Herrn Epsteen und dessen Verurteilung hat meiner Mandante in erst Jahre später durch Medienbericht erfahren, er spricht von Zeitungswissen.

00:27:52: und was ihm ganz wichtig ist man möge doch unterlassen zu behaupten, eh verdichernd habe engeren Kontakt zu Herrn Epstien gehabt droht er noch sicherheitshalber mit rechtlichen Schritten, die man anderenfalls ergreifen würde.

00:28:10: Wir denken uns an dieser Stelle schon irgendwie seltsam – das Dichern sich laut eigener Aussage an so gar nichts erinnert.

00:28:17: und nur zur Erinnerung im Jahr zwölf war Epstein schon verurteilt der Sexualstraftäter.

00:28:22: Das hätte Dicherd nach einer kurzen Google-Suche über ihren neuen Bekannten erfahren können.

00:28:27: In jedem Fall müssen wir aber auf eins wieder hinweisen Auch wenn es Treffen und Kontakt zwischen Dichern und Epstein gegeben haben sollte, dann gibt es keine Verbindung zu seinen Verbrechen.

00:28:38: Das gilt auch für einen dritten Österreicher – der in den Epstein-Falls auftaucht!

00:28:43: Doch der hat Jeffrey Epstein definitiv persönlich getroffen.

00:28:47: Eine Größe in der Mathematik?

00:28:50: Epstein reist für dieses Treffen extra nach Wien.

00:28:53: Und zwar wenige Monate vor seinem Tod.

00:28:56: Allein dieser Trip wirft einiges an Fragen

00:28:58: auf….

00:28:59: Am Zweihnzwanzigsten März, zweiundzigneunzehnten da flog Jeffrey Epstein von Paris nach Wien und ungefähr fünf Stunden später wieder zurück.

00:29:12: Am Nachmittag hin am Abend zurück.

00:29:15: Diese Reise ist deswegen besonders weil sie ganz offensichtlich diskret ablaufen sollte.

00:29:22: Wir wissen ja, Epstein musste als verurteilter Sexualstraftäter eigentlich alle seine Reisebewegungen an die US-Behörden melden.

00:29:30: Zu dieser Zeit hat er zwar einen Aufenthalt in Paris bekannt gegeben – den Kurztrip nach Wien aber nicht!

00:29:35: Und das wurde dann publik und damit auch aktenkundig?

00:29:39: Also das war ein Verstoß gegen seine Auflagen.

00:29:42: Das macht die ganze Sache natürlich schon etwas mysteriös...

00:29:47: ...und noch etwas ist ungeklärt….

00:29:49: Wir wissen, dass drei Frauen, drei weibliche Personen – es könnten theoretisch auch Mädchen gewesen sein – ihn begleitet haben.

00:29:58: Die waren zumindest mit im Flieger!

00:30:00: Wir wissen nicht um wen es sich da gehandelt

00:30:03: hat.".

00:30:03: Epstienst-Stipvisite in Wien dürfte dann in etwa so ausgesehen haben.

00:30:08: Er landet am frühen Nachmittag in Wienschwächert.

00:30:10: von dort fährte direkt in die Wiener Innenstadt ins Café Landmann ein traditionelles Wienerkaféhaus edler Adresse direkt am Ring.

00:30:19: Dort trifft er einen emeritierten Mathematikprofessor.

00:30:22: Unsere Kollegen gelingt es herauszufinden, um wen es sich handelt.

00:30:26: Ich habe auch kurz mit ihm telefoniert.

00:30:28: Er hat gesagt, er redet natürlich offen drüber.

00:30:32: Er habe da nichts zu verstecken und er würde bloß gerne schriftliche Fragen haben.

00:30:38: Das habe ich verstanden und so haben wir dann uns per E-Mail

00:30:42: ausgetauscht.".

00:30:43: In diesen Mails nimmt der Professor zur dem Treffenstellung Das Gespräch mit Epstein habe circa eine Stunde gedauert.

00:30:50: Epstein sei allein gekommen.

00:30:52: Schreibt er, es ging ausschließlich um wissenschaftliche Themen Mathematik Spieltheorie Wiener Kreis

00:30:59: Denn Epstein hatte ja ein großes Interesse an Mathematika und vor vielen Jahren auch begonnen das Fach zu studieren.

00:31:05: Trotzdem fragt man sich natürlich, warum Epstein ausgerechnet einen emiratierten Professor in Wien trifft?

00:31:11: Und dafür sogar offenbar extra nach Österreich reist.

00:31:14: Dazu sagt der Mathematiker

00:31:16: Epstein sei ein langjähriger Unterstützer der wissenschaftlichen Arbeit eines seiner Schüler gewesen.

00:31:23: Die Verbindungen dieses Schülers, der heute selber ein erfolgreicher Wissenschaftler ist zu Epstein – die sind nochmal ein Kapitel für sich!

00:31:31: Epstein hat erst dessen wissenschaftliche Karriere sehr gefördert, heute bringt die Bekanntschaft den österreichischen Mathematiker in Bedrängnis.

00:31:39: Zum Beispiel gibt es Fotos von ihm und anderen Wissenschaftlern, Eins ist aber klar, der emmeritierte Professor den Epstein in Wien im Café Landmann getroffen hat.

00:31:51: Der war ganz bestimmt nicht auf Epstein Island und er betont auch nie Geld von Epstein bekommen zu haben.

00:31:57: Was er allerdings zugibt?

00:31:59: Er habe gewusst dass Epstein ein Sexualstraftäter sei... ...und sich trotzdem mit ihm getroffen.

00:32:06: Er schreibt als er ihn getroffen habe, man habe ja natürlich längst gewusst das er einen verurteilter Straftäter war.

00:32:15: Er konnte keinerlei Sympathie für ihn aufbringen.

00:32:18: Er begründet das Treffen dann mit der Passion, für Wissenschaft und ja ... Das lass ich einfach mal auch so

00:32:26: stehen.".

00:32:27: Damit ergibt sich von dem Treffen mit dem Mathematiker in Wien ein recht klares Bild was allerdings nicht vollständig geklärt ist.

00:32:35: wie ging es nach den Gesprächen im Café Landmann für Epstein weiter?

00:32:39: Dann fragen wir uns natürlich schon, was hat er die restlichen vier Stunden gemacht Und wo waren in der Zwischenzeit diese drei weiblichen Personen, wenn die nicht mit im Café Langmann

00:32:50: war?

00:32:50: Epstein könnte beispielsweise einen slovakischen Ex-Minister getroffen haben.

00:32:54: Darauf gibt es recht konkrete Hinweise sagen unsere Kollegen.

00:32:58: Inhalt des Treffens und wo seine Begleiterinnen waren bleibt aber mysteriös.

00:33:03: Eventuell bringen die immensen Aktenberge – und das noch nicht gesichterte Material – daher noch neue

00:33:08: Einblicke!

00:33:12: Kommen wir zum Abschluss nochmal zu dem österreichischen Reisepass zurück, über den wir ganz am Anfang gesprochen

00:33:18: haben.

00:33:18: Das war sicher im November einer der größten Enthüllungen mit Österreich Bezug.

00:33:22: dass wir eben erstmals Fotos gesehen haben von diesem fairfesten österreichischem Pass also man sagt das es kein gefälschter sondern ein fairfälschster pass ist wurde mir erklärt vom Innenministerium weil er offenbar auf einem echten pass passiert.

00:33:39: Der

00:33:39: echte Pass, sagt unser Kollege Fabian Schmidt wurde eben auf Marius Robert Fortell nie ausgestellt.

00:33:45: Und wie gesagt gibt es tatsächlich einen Österreicher, auf den die Eckdaten im Pass zutreffen und der heute in Florida lebt.

00:33:52: Unsere Kollegen haben schon mehrfach versucht ihn zu erreichen ohne Erfolg – so geht's nicht nur Journalisten!

00:33:58: Die US-Behörden wollten eigentlich mit dem sprechen und fragen ob er sich erklären kann oder wer sich erklärt das sein Pass von Epstein verfälscht wurde?

00:34:08: Dazu findet sich aber nichts, auch nicht in den neuen Pfeils.

00:34:11: Das heißt der Pass bleibt weiterhin ein

00:34:13: Rätsel.".

00:34:14: Epstiens Anwälte haben in der Vergangenheit gesagt, Epstein hätte sich den Pass für Reisen in den Nahen Osten besorgt – weil er sich dort als jüdischer US-Amerikaner mit seinem echten Pass gefährdet gefühlt habe.

00:34:26: Aber warum Epstein ausgerechnet einen österreichischen Pass verfälscht hat?

00:34:30: Das wissen wir nicht!

00:34:32: In Österreich haben da jetzt die Grünen auch eine Anfrage-Serie eingebracht, nachdem er zuvor schon die FPÖ versucht hat mehr herauszufinden.

00:34:40: Und das Innenministerium hat mir gesagt, dass jetzt auch eine Anträge an der Staatsanwaltschaft Wien übermittelt wurde rund um diesen Pass.

00:34:48: Allerdings dürfte die ganze Angelegenheit schon längst verjährt sein.

00:34:51: Immerhin stammt der Pass aus den neunzehnhundertachziger Jahren und ist nineteenhundertsiebeneundachtzig abgelaufen.

00:35:04: Um ganz ehrlich zu sein... Uns lassen die verschiedenen Erkenntnisse in die Stränge rund um Epstein und Österreich ein bisschen unbefriedlich zurück.

00:35:12: Da sind ein paar Namen, Reisen einige Verstrickungen aber das große Bild was all das zu bedeuten hat das ergibt sich für uns noch nicht.

00:35:22: Und es ist jetzt auch nicht so als würde Österreich in dem riesigen Aktenkonvolut extrem herausstechen

00:35:27: Was aber schon auffällig ist.

00:35:29: österreich mit seinen neun Millionen Einwohnern spielt im Vergleich zu anderen Ländern mit vergleichbarer Größe und Einwohnerzahl, dann doch eine wahrnehmbare Rolle.

00:35:41: Warum zum Beispiel wollte Epstein womöglich ein Palais in Wien kaufen?

00:35:45: Hat er tatsächlich vor dort einen NGO zu gründen?

00:35:48: Unser Kollege Oliver das Gupta hat noch eine andere These.

00:35:52: Fakt ist Jeffrey Epstein hat seine Opfer in den vergangenen Jahren immer wieder in Osteuropa gesucht und gefunden Und deswegen war natürlich auch Wien aufgrund der geografischen Lage sicherlich interessant.

00:36:04: Vielleicht ist das auch Teil der Erklärung dafür, dass er sich hier eine Wohnung gesucht hat?

00:36:10: Eines wissen wir mit Sicherheit – Jeffrey Epstein war ein Netzwerker.

00:36:14: Im War es wahnsinnig wichtig viele Kontakte zu sogenannten Elite zu haben und zwar auf der ganzen Welt!

00:36:21: Und Kontakteknüpfen, das geht in einem kleinen Land wie Österreich eben besonders gut.

00:36:27: Also mit Mentalitäten muss man vorsichtig sein, aber ich glaube dass dieses typisch österreichische Epstein schon getaugt hat.

00:36:37: Da ist auf der einen Seite die Kunst und die Wissenschaft dafür stehen ja Städte wie Wien oder Salzburg und da ist dann eben auch dieses Freundalmäßige dass man einfach schnell ins Gespräch kommt, dass man gemütlich ist.

00:36:54: Dass man den anderen einlädt und das man schnell beim Du isst.

00:36:58: Und dass man gerne feiert!

00:37:00: All das dürfte Epstein an Wien gefallen haben?

00:37:03: Also dieses Barocke... Das kam ihm glaube ich schon entgegen.

00:37:10: Ich will nicht behaupten, dass Menschen aus Österreich die mit ihm Kontakt gepflegt haben in irgendwelche Straftaten verwickelt sind.

00:37:19: Man kann aber schon sagen, dass seit seiner Verurteilung – und das ist immerhin schon mehr als fünfzehn Jahre her – es schon klar war was bei Epstein einfach noch dabei war.

00:37:32: Nämlich, dass er verurteilter Pädokrimineller war.

00:37:36: Dass er junge Mädchen missbraucht hat.

00:37:40: Und da müsste man doch eigentlich vorsichtig sein!

00:37:43: Deshalb ist es auch so erschreckend, wie viele öffentliche Persönlichkeiten offenbar keinerlei Probleme damit hatten, Kontakte zu diesem verurteilten Sexualstraftäter zu knüpfen.

00:37:53: Also das konnte man mit einer einfachen Google-Suche doch einfach alles rausfinden und dann müssen doch schon von vornherein die Alarmglocken schrehen.

00:38:03: Sehr viele Fragen rund um die Appstienaffäre sind noch offen – auch in Bezug zur Österreich!

00:38:09: Also warum war er in Wien?

00:38:12: Warum hat er diese Reise geheimgehalten?

00:38:17: Das wollen wir herausfinden und da wäre es gut, wenn andere Menschen die ihn damals getroffen haben auch noch reden würden.

00:38:25: Was wir nicht vergessen dürfen demokratische Abgeordnete sprechen von insgesamt sechs Millionen Seiten, die die Epstein-Akten eigentlich umfassen werden.

00:38:34: Veröffentlicht wurden aber nur drei Komma fünf Millionen Seiten.

00:38:38: was steht auf den restlichen Fives?

00:38:41: Warum werden sie zurückgehalten und führen noch mehr Spuren nach Österreich?

00:38:46: Wenn wir mehr Antworten zu diesen Fragen haben, dann halten wir euch hier natürlich auf dem Laufenden.

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00:39:34: slash der

00:39:35: Standard.

00:39:35: Alle Links und Infos stehen wie immer auch in den Shownotes zu dieser Folge.

00:39:39: Danke fürs Zuhören, und allen die auch hinter den Kulissen an diesen Podcast mitwirken!

00:39:43: Das waren diesmal Schold Wilhelm und Christoph Neuwirt.

00:39:46: Ich bin Lucia Heisterkamp

00:39:47: ich bin Antonia Raut Wir sagen Tschüss und Papa.