Inside Austria

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Der Podcast über die großen und kleinen Skandale Österreichs

Die brutale Welt der Wiener Schutzgeld-Teens

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Im September 2023 explodiert in einem Handyshop in Wien-Meidling ein Molotowcocktail. Die Benzinbombe knallt gegen eine Wand neben der Theke, nur knapp vorbei am Besitzer des Geschäfts. Wenige Tage später erreicht den Mann ein Drohbrief mit einer Forderung von 25.000 Euro. Dahinter steckt eine Gruppe Jugendlicher, die sich selbst als "Schutzgeld Mafia" bezeichnet. Der Handyshopbesitzer ist nicht ihr einziges Opfer.

Inzwischen sitzen die Jugendlichen zum Teil in Haft, am Wiener Straflandesgericht läuft ein Prozess gegen die Bande. Und der liefert Einblicke in eine düstere Parallelwelt junger Menschen, in der sich vieles um Einschüchterung und Gewalt dreht.

In dieser Folge von "Inside Austria" erzählen wir die Geschichte der Schutzgeld-Teens aus Wien. Wir wollen wissen, wer diese Jugendlichen sind und was sie dazu bringt, wildfremde Menschen anzugreifen und zu erpressen. Wir fragen nach, ob die Meidlinger Gruppe ein Einzelfall ist – und wie kriminell Österreichs Jugend tatsächlich ist.

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Der Fall Lena Schilling

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Es ist der 12. April 2024. In Österreich setzt an diesem Tag eine junge Frau ihre Unterschrift auf eine Unterlassungserklärung. Sie verpflichtet sich, in Zukunft keine schädigenden Gerüchte mehr über eine Freundin und deren Mann zu verbreiten. 

Diese junge Frau, die das Dokument unterzeichnet, heißt Lena Schilling. Sie ist 23 Jahre alt und Spitzenkandidatin der österreichischen Grünen für die Europawahl. Die jüngste, die die Partei je hatte. Die große Hoffnung der grünen Partei.

Doch das Bild von der jungen Vorzeigekandidatin bekommt Risse. Gegen Lena Schilling gibt es schwere Vorwürfe. Und der Fall mit der Unterlassungserklärung ist nur einer davon.

Es geht um erfundene Liebesaffären und Belästigungsvorwürfe. Um mutmaßliche Lügen, die Existenzen von Personen gefährdet haben. Und es geht um eine Parteispitze, die für viele zu weit geht, um ihre Spitzenkandidatin zu verteidigen, und damit Gefahr läuft, ihre frauenpolitische Glaubwürdigkeit zu schädigen.

In dieser Folge von Inside Austria rekonstruieren wir die weitreichenden Vorwürfe gegen die EU-Spitzenkandidatin der Grünen und was seit dem Bekanntwerden der Anschuldigungen geschehen ist.

Wohin steuert Österreich?

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Bekommt Österreich nach den Nationalratswahlen im Herbst wirklich einen "Volkskanzler" Herbert Kickl? Was tun die anderen Parteien, um einen Rechtsruck zu verhindern? Und ist die Ampelregierung in Deutschland ein abschreckendes Beispiel für eine mögliche Dreierkoalition in Österreich?
Über diese großen Fragen haben wir beim Journalismusfest in Innsbruck diskutiert und dabei unsere dritte Live-Folge aufgezeichnet. Auf dem Podium saßen Katharina Mittelstaedt, Innenpolitikredakteurin beim STANDARD und Robert Treichler, stellvertretender Chefredakteur beim "Profil" und Co-Autor einer neuen Biografie über Herbert Kickl.

Der Kampf der Omas gegen rechts

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Als die ÖVP unter Sebastian Kurz 2017 eine Koalition mit der rechtspopulistischen FPÖ eingeht, entsteht in Österreich eine ungewöhnliche Protestbewegung: die Omas gegen rechts. Gegründet werden "die Omas" von der heute 76-jährigen Psychologin Monika Salzer. Sie erstellt im Herbst 2017 eine Facebook-Gruppe, bald darauf marschieren hunderte "Omas" auf Demonstrationen gegen die türkis-blaue Regierung. Und die Bewegung wächst immer weiter – auch über die Grenzen Österreichs.

Mit schätzungsweise 30.000 Mitgliedern allein in Deutschland sind die Omas gegen rechts die derzeit wohl größte Frauenbewegung im deutschsprachigen Raum. In dieser Folge von "Inside Austria" wollen wir wissen, wer eigentlich diese Omas gegen rechts sind, wie die Bewegung so schnell gewachsen ist und wie erfolgreich "die Omas" in ihrem Kampf gegen den Rechtsruck in Österreich und Europa sind.

In dieser Folge zu hören: Monika Salzer (Gründerin der Omas gegen rechts), Colette Schmidt (Innenpolitikredakteurin DER STANDARD); Moderation: Margit Ehrenhöfer und Lucia Heisterkamp; Skript: Margit Ehrenhöfer und Lucia Heisterkamp; Redigat: Sandra Sperber, Zsolt Wilhelm; Produktion: Christoph Neuwirth

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Andreas Babler: Vom linken Underdog zum Kanzler?

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"Der beste Bürgermeister von ganz Österreich" – so schwärmen die Menschen auf der Straße beim Lokalaugenschein in Traiskirchen von Andreas Babler. Seit zehn Jahren regiert Babler dort mit einer Mehrheit von mehr als 70 Prozent der Wählerstimmen. Ein als besonders links geltender Sozialdemokrat aus einer Arbeiterfamilie, der auch über die Grenzen seiner Heimatstadt für seine Flüchtlingspolitik bekannt ist. Das Erstaufnahmezentrum Traiskirchen sorgt immer wieder für Schlagzeilen, und Babler hält sich mit Kritik an der Bundespolitik nicht zurück.

Im Juni 2023 wird Andreas Babler überraschend zum Parteichef der SPÖ gewählt. Viele Genossinnen und Genossen setzen Hoffnungen in den Underdog und Parteirebellen, er könnte die Sozialdemokratie wieder groß machen – und vor allem die Partei einen. Doch wie sieht die Bilanz für Andreas Babler nach einem Jahr an der Spitze der SPÖ tatsächlich aus?

In dieser Folge von "Inside Austria" schauen wir auf den Parteirebellen von der Basis, der seit einem Jahr die SPÖ anführt. Wir wollen wissen, wer Andreas Babler ist und was er bislang als Parteichef erreicht hat. Und wir fragen, ob der Underdog sogar Österreichs nächster Kanzler werden könnte.

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Judenhass in Österreich: Das neue alte Feindbild

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Es gibt Lokale in Österreich, da landet jedes Jahr genau am 20. April ein spezielles Gericht auf der Karte: Eiernockerln mit grünem Salat. Auch Einzelpersonen posten Fotos des Gerichts immer wieder an diesem Tag auf Social Media. Beides klingt erst einmal harmlos – tatsächlich verbirgt sich dahinter aber ein nationalsozialistischer Code. Denn der 20. April ist der Geburtstag von Adolf Hitler, und Eiernockerln mit grünem Salat sollen die Lieblingsspeise des nationalsozialistischen Diktators gewesen sein.

Fast 80 Jahre nach Ende der Herrschaft der Nationalsozialisten verherrlichen nach wie vor Menschen Adolf Hitler – und das ganz unverholen. Dazu kommt es in Österreich immer häufiger zu antisemitischen Vorfällen. Viele davon stehen im Zusammenhang mit dem Krieg im Nahen Osten, aber auch rechtsextreme Gewalttaten bleiben konstant auf sehr hohem Niveau. Ausgerechnet in einem Land wie Österreich mit NS-Vergangenheit müssen Jüdinnen und Juden wieder um ihre Sicherheit fürchten.

In dieser Folge von "Inside Austria" fragen wir uns, warum antisemitische Angriffe fast 80 Jahre nach Ende des Dritten Reichs wieder zunehmen. Wir schauen auf Hitler-Glorifizierung und wollen wissen, warum sich Österreich mit der Aufarbeitung seiner NS-Vergangenheit bis heute so schwertut. Und wir fragen, was passieren muss, damit sich Jüdinnen und Juden in Österreich wieder sicherer fühlen.

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Ist die ÖVP noch zu retten?

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Ein Bild von Männern in Trachten, die einen Maibaum aufstellen. Dazu der Spruch: "Tradition statt Multikulti". Auf einem anderen Sujet heißt es: "Integration durch Anpassung". Mit einer Werbekampagne zur sogenannten Leitkultur hat die ÖVP über Ostern für Wirbel gesorgt. Bei vielen kam die Kampagne offenbar nicht gut an, das "Tradition statt Multikulti"-Bild löschte die Partei schnell wieder von ihren Kanälen.

Was aber erhofft sich die ÖVP von ihrer Leitkulturkampagne? Will sie damit der rechtspopulistischen FPÖ Stimmen wegnehmen, die laut Umfragen seit Monaten auf Platz eins liegt? Oder versucht die Kanzlerpartei davon abzulenken, dass sie wichtige Reformen bisher nicht auf den Weg gebracht hat?

In dieser Folge von Inside Austria beschäftigen wir uns mit der "Leitkulturdebatte" – dem jüngsten und bislang vielleicht umstrittensten Rettungsversuch der Volkspartei. Wir wollen wissen, warum die ÖVP in der Krise steckt. Und wir fragen, was passiert, falls die derzeitige Kanzlerpartei bei der Nationalratswahl tatsächlich verliert.

Egisto Ott, der Maulwurf in Österreichs Geheimdienst

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In der unglaublichen Agentengeschichte des Ex-Wirecard-Managers Jan Marsalek, der sich als russischer Spion entpuppte, gibt es schon wieder einen neuen Strang. Marsaleks mutmaßlicher Komplize im österreichischen Verfassungsschutz, Egisto Ott, wurde festgenommen. Der ehemalige Verfassungsschützer stand schon lange im Verdacht, für Russland spioniert zu haben. Jetzt aber kamen neue, brisante Chatnachrichten ans Licht, die Egisto Ott schwer belasten.

In dieser Folge von "Inside Austria" sprechen wir über Marsaleks Helfer im österreichischen Verfassungsschutz. Wir wollen wissen, wer Egisto Ott ist und wie er von Wien aus für Russland spionierte. Wir fragen nach den Konsequenzen der neuesten Enthüllungen und danach, warum Ott nach jahrelangen Ermittlungen ausgerechnet jetzt festgenommen wurde.

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Der Hundebox-Prozess: Eine Mutter quält ihr Kind und die Behörden schauen weg?

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Im Frühjahr 2023 wird ein Fall von Kindesmissbrauch öffentlich, der in Österreich bis heute viele erschüttert. Eine Mutter hatte ihren damals 12-jährigen Sohn monatelang geschlagen und misshandelt – zum Teil auf unvorstellbar grausame Weise. Das Kind musste hungern und mehrmals stundenlang in einer Hundetransportbox ausharren. Unterstützt wurde die Mutter dabei von einer älteren Bekannten.

Was den Fall noch brisanter macht: Der Kinder- und Jugendhilfe war die Familie bekannt. Zweimal besuchte sie die Familie nach Gefährdungsmeldungen durch Schule und Krankenhaus zuhause. Trotzdem gehen die Torturen für den Jungen weiter. Ende November 2022 fällt er schließlich ins Koma und überlebt nur knapp. Der Fall wird im Februar 2024 vor Gericht verhandelt.

Immer wieder kommen in Österreich wie auch in Deutschland schwere Fälle von Kindesmisshandlung ans Licht. Und lenken die Aufmerksamkeit auf ein Problem, das sonst in der Regel unsichtbar bleibt. Denn Kindesmissbrauch findet öfter statt, als man sich vorstellen mag. Meistens innerhalb der Familie.

In dieser Folge von Inside Austria rekonstruieren wir das Martyrium eines zwölfjährigen Jungen, der monatelang der Gewalt der eigenen Mutter ausgesetzt war. Wir wollen wissen, warum die Behörden trotz mehrmaliger Hinweise auf mögliche Misshandlungen nicht stärker eingeschritten sind. Wir sprechen über Kindesmisshandlung in Österreich und Deutschland und fragen, was passieren muss, damit Gewalt an Kindern verhindert wird.

"Exxpress" – Ein rechtes Krawallportal außer Kontrolle

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Das rechte Krawallmedium "Express" sorgt immer wieder mit reißerischen Schlagzeilen, einseitiger Berichterstattung und sogar Falschmeldungen für Aufsehen. Das Portal will sich gegen den sogenannten Mainstream richten und driftet dabei immer weiter nach rechts ab. In Deutschland gibt es eine ähnliche Plattform: "Nius", gegründet vom ehemaligen "Bild"-Chefredakteur Julian Reichelt.

Die Frau, die hinter Österreichs rechtem Krawallportal steht, hat mit krawalligem Boulevard ursprünglich wenig am Hut. Eva Schütz, die sich für "Exxpress" den Scharfmacher Richard Schmitt ins Boot holt, schwebt bei der Gründung des Portals eigentlich ein "bürgerlich-liberales Digitalmedium" vor. 
In dieser Folge von "Inside Austria" sprechen wir über das Phänomen rechter Krawallportale. Wir wollen wissen, wer die Personen hinter "Exxpress" sind und welche Interessen sie verfolgen. Wir ziehen Parallelen zum Portal von Ex-"Bild"-Chef Julian Reichelt in Deutschland und fragen, woher das Geld für diese Krawallmedien kommt.

Über diesen Podcast

DER STANDARD und DER SPIEGEL rekonstruieren die großen und kleinen Skandale Österreichs. WIR blicken in politische Abgründe und erklären zusammen mit den Journalistinnen und Journalisten beider Redaktionen, was die Republik bewegt. "Inside Austria" erscheint Samstags – überall, wo es Podcasts gibt.

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