Südtirol (2/3): Bombenjahre
Auch nach dem Zweiten Weltkrieg kommt Südtirol nicht zur Ruhe. Es wird abermals Italien zugeschlagen, erhält 1947 zwar ein Autonomiestatut, dieses ist vielen deutschsprachigen Südtirolern jedoch nicht weitreichend genug. Außerdem werden die beschlossenen Minderheitengarantieren nur sehr schleppend umgesetzt. Befeuert wird die angespannte Lage dadurch, dass immer mehr Arbeiter aus Süditalien nach Südtirol kommen.
Die Südtiroler Politik versucht, auf dem diplomatischen Weg eine bessere Autonomie herauszuhandeln. Doch einer Gruppe geht das nicht schnell genug. Sie geben sich den Namen BAS – Befreiungsausschuss Südtirol. Und beginnen schon bald mit Sprengstoffanschlägen, um die Weltöffentlichkeit auf sich aufmerksam zu machen. Und bei denen auch Menschen sterben.
In der zweiten Folge unserer Südtirol-Reihe beschäftigen wir uns mit den sogenannten "Bombenjahren". Damit, ob die Attentate zu einer schnelleren Lösung für die Südtirol-Frage beigetragen haben. Oder erst recht Gräben aufgerissen und das Land gespalten haben.
In dieser Folge zu hören: Christoph Franceschini (Journalist), Hans Heiss (Historiker und Politiker), Brigitte Mazohl (Historikerin), Eva Klotz (Politikerin), Arno Kompatscher (Politiker); Moderation und Skript: Antonia Rauth und Katharina Zingerle; Skript: Hannah Krause; Redigat: Frauke Böger; Produktion: Christoph Neuwirth