Inside Austria

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Der Podcast über die großen und kleinen Skandale Österreichs

Der Weißmann-Skandal (1/2): Absturz des ORF-Chefs

Der Weißmann-Skandal (1/2): Absturz des ORF-Chefs

Drei Monate ist es nun her, dass ORF-Generaldirektor Roland Weißmann zurückgetreten ist. Eine Mitarbeiterin beim ORF hatte ihm vorgeworfen, sie sexuell belästigt zu haben. Chatnachrichten und Bilder sollen die Anschuldigungen belegen.
Roland Weißmann hingegen sieht sich als Opfer einer Intrige. Er behauptet, eine einvernehmliche Beziehung mit der Mitarbeiterin geführt zu haben, was diese bestreitet. Inzwischen hat Weißmann selbst Strafanzeige erstattet, unter anderem gegen die Mitarbeiterin, die ihn beschuldigt.
In dieser Folge versuchen wir herauszufinden, was wirklich zwischen Weißmann und der Mitarbeiterin vorgefallen ist. Warum Weißmann eine Verschwörung gegen sich vermutet. Und es geht um die Frage, ob der ORF ein Sexismusproblem hat.

Der Fall Freud (5/5): Vermächtnis

Wir alle verdrängen im Alltag Dinge: Das unangenehme Date vor ein paar Wochen. Der seltsame Kommentar eines Kollegen bei der Arbeit. Die Steuererklärung, die gemacht werden muss. Aber auch Familienkonflikte aus der Vergangenheit.
Nach Sigmund Freud hat das Verdrängen eine wichtige Funktion: Es hilft uns, in einer Welt voller Schmerz und Leid zurechtzukommen. Doch was passiert, wenn sich verdrängte Konflikte oder Erinnerungen plötzlich an die Oberfläche schieben? Darum geht es in dieser Folge. Außerdem sprechen wir darüber, ob Freuds Ideen bis heute weiterleben - oder inzwischen gecancelt sind.

Der Fall Freud (4/5): Flucht

In den falschen Zug steigen. Den Kollegen mit dem falschen Namen ansprechen. “Freudsche Versprecher” - all das sind Fehlleistungen. Und in der Psychoanalyse gelten sie als Portale zum Unbewussten. In Folge vier sprechen wir darüber, wieso Freud und die Psychoanalyse vermeintlichen “Hoppalas” so viel Bedeutung zuschreiben.

Und wir sprechen über Fehlleistungen und Irrtümer, die Freud selbst unterlaufen sind. Und wie einer davon ihn in große Gefahr bringt.

Der Fall Freud (3/5): Triebe

In dieser Folge beschäftigen wir uns mit unseren Trieben. Warum rauchen wir, obwohl wir wissen, dass wir damit unserer Gesundheit schaden? Wir wollen herausfinden, ob Freuds Theorie vom Unbewussten hilft, solche Laster besser zu verstehen. Was genau sind Triebe – und wozu sind sie vielleicht gut? Wir erzählen, wie Sigmund Freud die Existenz des Unbewussten in unser Bewusstsein geholt hat.

Der Fall Freud (2/5): Hysterie

"Sei nicht so hysterisch" – den Ausdruck kennen viele, vor allem Frauen. Hysterisch hat sich in unserem heutigen Sprachgebrauch als abwertende Bezeichnung durchgesetzt. Zu Zeiten von Sigmund Freud war die Hysterie aber ein echtes Krankheitsbild. Eine mysteriöse Krankheit, die damals scheinbar sehr viele Frauen befällt. Der junge Arzt Freud will seinen hysterischen Patientinnen helfen – und entwickelt in der Arbeit mit ihnen die Psychoanalyse.

In Folge 2 erzählen wir, wie hysterische Patientinnen Freud dabei helfen, die Psychoanalyse zu entwickeln. Und warum er heute trotzdem gerade für sein Frauenbild in der Kritik steht.

Der Fall Freud (1/5): Kindheit

Wir leben im Zeitalter der Selbstanalyse. Wir nennen unsere Chefs Narzissten, fragen nach verdrängten Wünschen und wollen wissen, was unser inneres Kind heilt. Bei all diesen Fragen kommt man an einem kaum vorbei: Sigmund Freud, der Begründer der Psychoanalyse – der im Mai seinen 170. Geburtstag gefeiert hätte.

Der jüdische Arzt aus Wien hat Begriffe wie das „Unbewusste“ geprägt - und damit unser modernes Selbstverständnis erschaffen. Von seiner Praxis in der Wiener Berggasse aus veränderte Freud die Welt.

Er wurde gefeiert wie ein Popstar der Wissenschaft – und bekämpft wie ein Scharlatan. Aber wer war dieser Mann wirklich?

In unserer Serie „Der Fall Freud“ begeben wir uns auf die Spuren jenes Mannes, der uns bis heute im Kopf herumspukt – wie kaum ein anderer Österreicher.

Wir erzählen seine Geschichte. Aber wir stellen auch die Frage: Kann uns Freud heute, in einer komplexen Welt, helfen, zumindest uns selbst besser zu verstehen? Oder hat er uns mit seinen Ideen erst recht in die Irre geführt?

In der ersten Folge widmen wir uns der Kindheit. Welchen Einfluss haben frühe Erfahrungen im Elternhaus darauf, wie wir später durchs Leben gehen? Was uns Angst macht? Wir wollen verstehen, wie Freud seine berühmten Theorien zur Kindheit entwickelte – zum Beispiel die vom Ödipuskomplex. Und wie er auf dem Weg zur Entdeckung des Unbewussten die Hypnose erkundet. Dazu legen wir uns selbst bei einem Wiener Psychoanalytiker auf die Couch – und lassen uns hypnotisieren.

Interviewpartner: Georg Markus, Kurier-Kolumnist und Autor der Biografie »Sigmund Freud. Der Mensch und Arzt. Seine Fälle und sein Leben».
Cecile Loetz und Jakob Müller (Podcast "Rätsel des Unbewussten", Autoren "Jetzt bin ich schon wie meine Eltern")
Claudia Muchitsch (Alpine Foxes Stadtführungen)
Juan Jose Rios Vela (Hypnosetherapeut und Psychoanalytiker)
Sercan Agpunar (Psychotherapeut)
Esther Hutfless (Professor*in für Psychotherapiewissenschaften an der Sigmund-Freud-Privatuniversität Wien und Psychoanalytiker*in)
Daniela Finzi (Wissenschaftliche Leiterin Freud-Museum)
Christfried Tögel (Freud-Biograf)
Margherita Fink (Psychoanalytikerin)
Eva-Maria Schnurr (History-Redakteurin "Spiegel")
Dank geht außerdem an Stephanie Hoffmann aus der Dokumentationsabteilung des SPIEGEL, Laura Stuth für die redaktionelle Unterstützung und Ole Reißmann für die KI-Unterstützung.

"Schuldfrage": Das ist unser neuer Truecrime-Podcast

Magdalena Punz und Jan Marchart recherchieren bereits seit Jahren gemeinsam an den spektakulärsten Kriminalfällen des Landes. Jetzt haben sich die PULS 4-Journalistin Magdalena und der STANDARD-Redakteur Jan auch in einem Podcast zusammengetan. In "Schuldfrage" blicken sie alle zwei Wochen auf die größten Kriminalfälle und die Gerichtsprozesse des Landes.

Der Fall Freud: Trailer

Wir leben im Zeitalter der Selbstanalyse. Von Psychotherapie bis Selfhelp-Tiktok kommt man dabei um einen nicht herum: Sigmund Freud, den Erfinder der Psychoanalyse.
In unserer neuen Podcast-Serie “Der Fall Freud” begeben wir uns auf die Spuren jenes Mannes, der uns bis heute allen wie wohl kaum ein anderer Österreicher im Kopf herumspukt.
Wir erzählen seine Geschichte - aber wir wollen auch wissen: Kann uns Freud heute, in einer komplexen Welt, helfen, zumindest uns selbst zu verstehen?
Dafür begeben wir uns auf seine Spuren in Wien, treffen Analytikerinnen, Hypnotiseure, Traumdeuter - und legen uns auch selbst auf die Couch.
“Der Fall Freud” - ab 2. Mai - überall wo es Podcasts gibt. Mit Spiegel- und Standard-Abo hören Sie die Folgen immer eine Woche früher.

Boykott wegen Israel: Wie turbulent wird der ESC in Wien?

Mitte Mai findet in Wien ein Großevent statt, dem Musik-Fans auf der ganzen Welt entgegenfiebern: Der Eurovision Song Contest. Fünf Länder – Spanien, Irland, Niederlande, Slowenien und Island – boykottieren den Musikwettbewerb, weil Israel daran teilnimmt. Sie hatten im Vorfeld gefordert, den jüdischen Staat vom ESC auszuschließen, wegen des Vorgehens der israelischen Armee im Gazastreifen. Die Europäische Rundfunkunion war der Forderung nicht nachgekommen, daraufhin hatten die fünf Länder ihren Rückzug erklärt.

Die gemeinsame Boykottaktion ist deshalb bemerkenswert, weil der ESC in diesen Ländern besonders populär ist. Politische Kontroversen beim europäischen Musikwettbewerb sind dagegen alles andere als neu. Russland darf seit der Vollinvasion der Ukraine 2022 nicht mehr teilnehmen. Aserbaidschan und Armenien forderten mehrfach den gegenseitigen Ausschluss, wegen des Konflikts um Bergkarabach. Österreich boykottierte den ESC 1969, weil dieser damals im diktatorischen Spanien unter Franco ausgetragen wurde.

In dieser Folge von Inside Austria sprechen wir mit Felix Bayer aus der "Spiegel"-Kulturredaktion darüber, wie politisch der ESC sein darf. Und ob sich Österreicher und Deutsche beim Wettbewerb wirklich so wenige Punkte gönnen, wie häufig behauptet wird.

Die Österreicherin, die vom IS zurückkehrte (Replay)

Am 1. März 2025 landet ein Flugzeug in Wien. An Bord sitzt eine junge Frau namens Evelyn T. Sie ist 26 Jahre alt. Die letzten Jahre hat sie in einem Gefangenenlager in Syrien verbracht. Evelyn T. ist eine der Österreicherinnen, die vor Jahren nach Syrien ausgewandert sind, um sich der Terrormiliz IS anzuschließen. Doch kaum ist sie in der IS-Hochburg angekommen, bereut sie ihre Entscheidung.
Evelyn flieht und landet in einem kurdischen Gefangenenlager. Von dort will sie nach Österreich zurückkehren. Doch es vergehen acht Jahre, bis die Behörden sie holen. Zurück in Wien, wird Evelyn noch am Flughafen festgenommen. Wenige Wochen später wird sie wegen Mitgliedschaft in einer Terrororganisation zu zwei Jahren bedingter Haft verurteilt.
In dieser Folge von Inside Austria rekonstruieren wir die Geschichte einer ehemaligen IS-Anhängerin aus Österreich. Wir fragen, wie Evelyn T. aus der Wiener Vorstadt zur Terrororganisation "Islamischer Staat" nach Syrien gekommen ist. Warum ihre Rückholung so viele Jahre gedauert hat und wie der Prozess in Österreich ablief.